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Die Offenbarung des Johannes als so genannte Apokalypse
D I E A P O K A L Y P S E
Erläuterung der göttlichen Vision des Sehers Johannes auf der Insel Patmos / von Agnus D. / anno domini 2008
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Das Rätsel der Apokalypse
Der Begriff "Apokalypse" bezieht sich auf die Vorstellung einer zeit- und weltabschließenden Enthüllung oder auch Offenbarung von den letzten Dingen, die zu geschehen haben, bis es denn soweit ist. Insofern mit dem einstigen Seher Johannes und seiner Endzeitvision auf der Insel Patmos eine theologisch anerkannte Endzeitprophezeiung vorliegt, hat sich die Verwendung des Begriffs Apokalypse für speziell diese Johannes-Offenbarung eingebürgert. Verborgen und geheim ist immer die zweitweltliche Zukunft, weshalb man bei offenbarenden Visionen über tragende Ereignisse der Zukunft sie gerne als geheim ausweisen möchte. Doch sind ja Offenbarungen von ihrem Charakter her Offenlegungen, und damit das Gegenteil verborgener Geheimnisse. Dann hat der hellsichtige Johannes damit richtig gehandelt, dass er seine akustischen und optischen Geisteserlebnisse nicht für sich behalten hat, sondern sie auftragsgemäß (Offb 1,11) den damaligen urchristlichen Gemeinden weitervermittelt hatte.
Was nun der Seher am Tage des Herrn (Offb 1,10) zu sehen bekam, das ist der ewige Zyklus der Existenz an sich, getragen vom alles beherrschenden und durchwaltenden Geist des Daseins in Person, genannt: Gott der Herr. Zyklus bedeutet Kreislauf, und da wiederum muss sich sein Anfang mit seinem Ende schneiden. Das macht es für Laien und Unkundige so verwirrend, dass Anfang und Ende des Prozesses in einer gemeinsamen Schnittstelle ineinsfallen, wobei dann nach den Grundsätzen der Kausalität der Anfang vom Ende zu trennen ist. Was ist da der Anfang und was das Ende? Naturgemäß kann darüber nur Bescheid wissen und Auskunft geben, wer da mittendrin steckt. Hinzu kommt, dass die Schnittstelle ihrer Art und Funktion entsprechend überzeitlich sein muss. Denn einerseits hat dort der Zyklus geendet, während er andererseits noch nicht begonnen hat. Von daher muss es dort systemisch zwingend zu einer Auseinandersetzung des Endes mit seinem Anfang kommen, ohne welche sonst das ganze zyklische System niemals bestehen könnte und würde. In diesem systemischen Weltzyklus hat das Ende seinen Anfang abzustoßen, damit es einen Weltlauf - beginnend beim Anfang und schließend am Ende - geben kann.
Mit dieser grundlegenden Erkenntnis wird auch schon gleich klar, was die Apokalypse in ihrer Gesamtheit darstellt, dass es die Zeitwelt als solche ist. Zeitgemäß hat ja die Zeitwelt einen Anfang, und alles was einen Anfang hat, muss auch wieder enden, weil es zyklusgemäß einen Anfang immer nur unter der Voraussetzung eines Endes geben kann. Die Apokalypse beschreibt also das Wesen dieser zwischen Anfang und Ende eingegrenzten Zeitwelt. Und wie jeder weiß, tilgt das Ende seinen Anfang. Mit dem Ende ist der Werdegang des Anfangs zu seinem Ende nur noch allzeit zu vergessende Geschichte. Wenn dann mit dem Ende eine gänzlich neue zeitunabhängige Daseinsqualität erreicht ist, so wird man sich des einstmals zeitlichen Werdegangs nicht mehr erinnern können und wollen. Wen interessiert da noch bildhaft gesprochen die Fertigung eines ausentwickelten, stets vollgetankten und verschleißfrei alterungsbeständigen Autos, mit dem sich alle Fahrwünsche bis in alle Ewigkeit erfüllen lassen? In der Fertigung aber sind vom Beginn bis zum Schluss beständige Umkonstruktionen und Umbauten des Prototyps erforderlich, wo rigoros Überholtes und Veraltetes durch Verbessertes ausgetauscht wird, um dem Ziel der Produktvollendung zu genügen. Das Ziel ist dann erreicht, wenn eine automatische Anpassung an alle Fahrsituationen möglich ist, in Verbindung mit uneingeschränkter Alterungsbeständigkeit, Verschleißfreiheit und Energiefreiheit bei höchstem Produkt- und Fahrkomfort.
Wieder zurück in der Apokalypse heißt da das vollendete Ende "Der Herr", als das Universum in Person. Bei ihm bedeutet der menschliche Anfang die Selbst- und Gottesferne, mit ihm als das zu suchende und zu findende Selbstziel, um eben damit dem Weltschöpfungskreis die zyklisch erforderliche Rückkoppelung geben zu können. Da hängt alles am Menschen, der Anfang und das Ende jeglicher Existenz. Bezeichnenderweise beginnt die Apokalypse mit den Aufforderungen an Alle, sich selbst und die Welt zu überwinden, um als Lohn solch kosmischer Bestrebungen den Geist des Herrn zu empfangen, was gleichbedeutend ist mit einer personalen Einheit von Mensch und Gott. Und dann erscheint auch schon das Lamm mit dem Buch der sieben Siegel, sozusagen die Existenzaufklärung als die zyklisch wiederkehrende krönende Schlussaufgabe des jeweiligen zum "Herrn" gewordenen Selbst- und Weltüberwinders. Weiter geht es in der Offenbarung mit den Siegellösungen. Dabei handelt es sich um Reflexionen auf jene mit der Zeitvergänglichkeit verbundenen notwendigen Widernisse des Lebens, wie etwa Verlust, Gewalt und Tod. Alles muss hierbei erfahren und erarbeitet werden, denn Geschenke gibt es da keine. An den sich uns entgegenstellenden Widerständen zerbrechen oder wachsen wir. Doch ist bei der Zerbrechensgefahr die Wachstumschance am größten. Wenn dann das Lamm Gottes an seiner Aufgabe zu zerbrechen droht, wird es in der Meisterung auch dieser Gefahr unübertrefflich sein, und zu Recht den Namen über alle Namen tragen.
Und da nähern wir uns auch schon dem Ende der Johannesoffenbarung, mit den Erscheinen des ewig Lebendigen als dem Alpha und Omega in Person, dem Herr des Daseins. Er hatte es nicht nur bei Null beginnend in seiner Selbst- und Weltüberwindung bis hin zur Kreisschnittstelle des Anfangs und Endes geschafft, sondern sodann dort auch dem Weltzyklus die erforderliche Rückkoppelung verschafft, in der weltgrundlegenden Trennung des Anfangs vom Ende mittels einer Abstoßung des Anfangs durch das von ihm verkörperte Ende. Denn mit Erreichen dieser existenzialen Selbstschnittstelle vergegenständlicht der Herr seinen Werdegang vom Anfang bis hin zum Ende als das Ende. Doch damit bleibt der Herr seinem satanischen Anfang verpflichtet wie der lebenserfahrene Greis gegenüber sich selbst als einstigem Neugeborenen. Dann muss er über sich selbst als gegenpersonalen Neugeborenen seine schützende Hand halten, damit der identische Werdegang bis hin zum gegenpersonal lebenserfahrenen Greis sich verwirklichen kann. Das ist Selbstverpflichtetheit pur, und die direkte Folge aus der unumstößlichen Tatsache, dass das Dasein immer nur eines ist. Dieses gegenüber dem Nichts immer einheitliche Dasein ist total und singulär. In dieser Totalsingularität spielt sich alles Dasein und alle Geschichte ab, ebenso wie Zeit und Ewigkeit, denn außerhalb von ihr ist nichts. Gegenüber dem Nichts gibt es immer nur ein Dasein, wie es auch immer nur ein Nichts geben kann. Dass es das Nichts gibt, ist am Nichts im Dasein zu erkennen, wo es als räumliche oder zeitliche Leere in Erscheinung tritt. Dadurch kann leicht nachvollzogen werden: Ohne das Nichts ist alles nichts. Dieses gilt insbesondere für die nullpunktuelle Kehrseite des Universums sowie der dortigen mit einem Nullwert behafteten ungegenständlichen raumzeitlosen Urenergie als eine Form von Nichts wie die Astrophysik weiß.
Hierfür zeigt die Apokalypse eine Offenbarungslücke, indem hinter der ganzen Bildersymbolik der Sinn allen Daseins einschließlich dem des Herrn, unseres Gottes, ausgespart bleibt. Doch nicht ganz. In Bibelvers Offb 17,8 symbolisiert das Tier das für die Dauer der Weltgrundlegung ins Dasein gehobene und dadurch höchst problematische Nichts, um aber dann bei Weltvollendung als integraler Bestandteil komplett in der auf Binarität beruhenden Daseinsgestaltung aufgegangen zu sein. Solange jedoch die Zeit bis zur Weltvollendung durch das Lamm Gottes währt, solange bleibt das die Zeit charakterisierende Nichts als verselbständigtes satanisches Tier in Aktion. Denn anders ist kein Dasein zu begründen und eine Welt aufzubauen. Darum kann in Satan, als gegenüber dem Dasein verselbständigtes Nichts, das seinsnotwendige Existenzial- und Schöpfungsprinzip erkannt werden. Wobei die Benennung des Nichts mit "Satan" eine uranfängliche Motivschöpfung des im Herrn verkörperten Seins in systemischer Zwangslage ist. Die wiederum ergibt sich mit der zyklischen Selbstschnittstelle der Ineinsfallung von Anfang und Ende, und dem dortigen Zwang den Anfang vom Ende trennen zu müssen, um nicht das System - bzw. das Dasein selbst, inklusiv seiner Verkörperung im Herrn - dem Nichts preisgeben zu müssen. Von daher speist sich dann auch der Zorn Gottes, vor dem Himmel und Erde fliehen, ohne dass es für sie - bei der Totalsingularität des Daseins - einen Fluchtort geben könnte (Offb 20,11). Die Flucht - oder astrophysikalisch urknallende Raumexpansion - endet schließlich dort, wo sie begonnen hat, im Herrn selbst, als dem Universum in Person, bei seiner Selbstannahme als in Ewigkeit vollendetes universales Dasein.
Das Buch der geheimen Offenbarung
Weshalb die Offenbarung des Sehers Johannes als geheim bezeichnet wird, ist hier nicht ganz klar. Bezieht sich nun das Geheime auf das Private in der Privatoffenbarung, indem nur der Seher allein seine Vision zu sehen bekam, oder geht es dabei um die reichhaltige aber rätselhafte Symbolik des Geschauten, oder auch um beides? Wir wissen es nicht. Tatsache ist jedenfalls, dass bei der Publiziertheit der Vision Geheimniskrämerei nicht im Spiel sein kann. Oder geht es beim Geheimnis der Offenbarung um das in der Vision erschienene siebenfach versiegelte Buch, die allein das Lamm Gottes lösen, weshalb nur er das Buch öffnen und lesen kann? Wir gehen hier mal davon aus, dass Letzteres zutrifft. Auch das Buch ist bereits ein Symbol für den Sinn des Daseins schlechthin, bzw. die Rätselhaftigkeit der Existenz als solcher. So fragen ja schon von jeher die Philosophen und neuerdings auch die Physiker warum nicht nichts ist. Eine befriedigende Antwort darauf vermögen sie freilich nicht zu geben. Was ja auch nicht sein kann, bei der Versiegeltheit dieser Frage aller Fragen. Und doch gibt die Offenbarung bereits schon ein wichtiges Geheimnis preis, indem sie nämlich erkennen lässt, dass das Rätsel der Existenz mit dem Rätsel des Siegellösers identisch sein muss. Denn das Lamm Gottes - gleichfalls ein rätselhaftes Symbol - kann ja naturgemäß nur dann über existenzielle Informationen verfügen, wenn es sie bei sich selbst entweder durchlebt oder aber mit seinem Denken geschöpft hat, oder aber auch beides zusammen der Fall ist. Man hat also seine Existenz betreffende Erlebnisse, welche man erst hinterher nach langen Überlegungen zu verstehen beginnt. Von daher wird einem schnell klar, das Lamm selbst muss das Buch der sieben Siegel sein. Und dann ist auch die Offenbarung selbst nicht länger ein Buch mit sieben Siegeln.
Um das Siegelbuch mit samt seinem Inhalt zu verstehen, brauchen wir also nur das Geheimnis um das Lamm zu lüften. Und auch das befindet sich bereits zu weiten Teilen im Buch der Offenbarung offengelegt. Dazu müssen wir uns nur einmal die Überwindungsverheißungen (Offb 2,7 / 2,11 / 2,17 / 2,26 / 3,5 / 3,12 / 3,21/ 21,7) ansehen. Dort ist dargetan, dass man sich selbst und die Welt zu überwinden hat, um mit der Auszeichnung Gottes bedacht zu werden, die das ewige Leben ist, und das in der Herrlichkeit Gottes, quasi als dessen Sohn oder aber Tochter. Ist das dann die kreislaufend ewige Heilsgeschichte, dass man sozusagen auf der Skala Gottes bei Null anfängt, um sich in einem Selbstverwirklichungsprozess auf Gott hin zu entwickeln? Dann ist das Lamm Gottes ein kosmisches Prinzip, wonach der zentrale zu Gott dem Herrn gewordene Mensch seine personale Identität für die Dauer der Zeit nicht bei sich behalten darf, sondern sie der Allgemeinheit bereit zu stellen hat. Auf dass, wer danach verlangt, an dieser Identität Anteil bekommt, was die Voraussetzung ist, dass sich dann ein je individueller Werdungsprozess zur vollen Einholung dieser Identität einstellen kann. Wie sonst auch wäre die verlangte volle Selbst- und Weltüberwindung zu leisten, als eben nur im Besitz des dafür einzig geeigneten Programms in der Person dieses Lamms, bzw. dieses sich für jeden Gottessucher hingegeben habenden göttlichen Menschen. Doch was wird aus diesem Lamm Gottes, nach seiner seine Göttlichkeit betreffenden Identitätsopferung? Wann bekommt er denn seine göttliche Identität wieder zurück, und was muss bis dahin in der Welt alles noch geschehen? Das ist die spannende Frage nachdem das Gotteslamm das Buch der sieben Siegel in die Hände genommen hat, um die Siegel eines nach dem anderen zu öffnen.
Dass das Lamm selbst das versiegelte Buch ist, dies deckte sich mit der Tatsache, dass das Universum vom Herrn verkörpert wird, wie es Jesus beispielsweise im Thomastext deutlich zum Ausdruck bringt. Und wo geschehen alle Ereignisse von Welt und Selbst? Natürlich im All, das eben dort mittendrin der Herr in Person ist. Dann ist auch klar, dass nur das Universum in Person seine ihn selbst betreffenden Rätsel und Geheimnisse zu lösen vermag. Dann sind es die Selbst-Ereignisse des Auserwählten auf seinem Weg vom weltlichen Gottessucher hin zum göttlich vollendeten Herrn, welche dabei ein Siegel nach dem anderen zum Verschwinden bringen. Was also sind die selbst betreffend herausragenden Geschehnisse, die den Menschen zum ewigen Herrn und Gott werden lassen? Aus der Offenbarung können wir da drei in Text und Symbolen enthaltene Sinngestalten freilegen. Das ist quasi auf der ersten Stufe des Treppchens zum Olymp: der Sieger, dann auf der zweiten Stufe: der Richter, sowie auf der dritten und obersten Stufe: der Vollender. Sieger zu sein bedeutet, sich bei sich selbst auf- und weggegeben zu haben im direkten Hinblick auf das universale Ich, was als Selbst- und Weltüberwindung zu bezeichnen ist. Mit Erreichen der Selbstschnittstelle, als die überzeitliche Weltschnittstelle der Ineinsfallung von Anfang und Ende des Weltzyklus, gilt es den erkenntnislosen Anfang vom erkennenden Ende gewaltsam zu trennen. Das ist Schöpfung und Gericht in einem, weshalb der Richter auch zugleich der Schöpfer ist. Doch sind Schöpfer und Richter gemäß Welt- und Selbstschnittstelle nicht außerhalb von Selbst und Welt, was den Schöpfer und Richter für die Dauer der Zeit bis zur vollständigen Selbstrückkoppelung seinem eigenen Gericht unterstellt. Damit wird der Schöpfer und Richter zum Geschöpften und Gerichteten solange seine zweitweltlich menschliche Lebenszeit andauert.
Die Offenbarung gebraucht nun für diese Selbstgerichtsunterstellung das Symbol eines wie geschlachtet dastehenden Lamms, bzw. lat. "agnus dei" genannt. Die Überzeitlichkeit des zeit- und raumübergreifenden Schöpfungsgerichts lässt entsprechend dem in Transzendenz - bzw. geistlicher Jenseitigkeit - richtenden Subjekt und dem in Immanenz - bzw. diesseitiger Materialität - gerichteten Objekt die Person des Herrn auf zugleich beiden Seiten vorhanden sein, jedoch in völlig gegensätzlicher Weise. Denn immer ist bei Totalsingularität des Daseins der Herr das Universum in Person. Während er da in Transzendenz richtend schöpft, ist er zugleich in Immanenz das gerichtet werdende Geschöpf. Dann hängt es nicht nur vom richtenden Schöpfer ab, sondern in reflex gleicher Weise auch von dem gerichtet werdenden Geschöpf, wann mit der Vollendung des gerichtet werdenden Geschöpfs der richtende Schöpfer seinen Akt beendet. "Reflex" heißt, dass der Schöpfungsrichter als überzeitliches Subjekt für die komplette Dauer seines Aktes direkt und ununterbrochen mit sich selbst, als zeitlichem Objekt auf seiner anderen Seite, verbunden ist. In moderner Analogie könnte man sagen, dass dabei ein permanenter bidirektionaler Datentransfer für einen Datenabgleich stattfindet, bis schließlich der Abgleich eine vollständige Übereinstimmung aller Systemdateien zeitigt. Denn mehr als eine Identität der Systemdateien auf beiden Seiten kann es naturgemäß nicht geben, sodass mit der Deckungsgleichheit der Daten das solchermaßen absolute Schöpfungsgericht sein Ende haben muss.
Bei seiner Totalsingularität kann das Dasein systemisch kein anderes Schöpfungs- und Gerichtsprinzip haben, als die Herstellung einer perfekten Kopie seiner selbst. Das hört sich nun nach stupider Einfallslosigkeit an, erst recht, wenn dabei ein Kopierzyklus den anderen ablösen muss, weil bei herrschender Kausalität die Rückkoppelung zum ewigen Selbstprogramm wird. Sieht man sich aber das gigantomanische Universum mit all seinen vielfältigen Möglichkeiten an, dann werden zwar die Rahmenbedingungen wie beispielsweise die Naturgesetze immer die identischen sein, doch darin wird und kann sich das Dasein kaleidoskopartig immer wieder neu, spannend und überraschend gestalten, wie wir das gegenwärtig mit uns bei uns selbst erleben. Denn wenn es im Buch heißt: von Ewigkeit zu Ewigkeit, dann ist offenbarungsgemäß unsere Welt - einschließlich des "Menschen" und des Menschen Sohn - lediglich ein Glied in einer ohne Anfang und ohne Ende bestehenden Kette solcher Glieder. Siehe folgende Legende!
Legende
Offb 1,18 und der Lebendige; ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit, und ich habe die Schlüssel des Todes sowie des Totenreichs. Offb 4,9 Und so oft die lebendigen Wesen Ruhm und Ehre und Dank darbringen demjenigen, welcher auf dem Throne sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, Offb 4,10 so fallen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Throne sitzt, und beten den an, welcher da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und sie werfen ihre Kronen vor dem Throne nieder und sprechen: Offb 5,13 Und alle Geschöpfe, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde und auf dem Meere sind, und alles, was darin ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Offb 5,14 Und die vier lebendigen Wesen sprachen: Amen! Und die vierundzwanzig Ältesten fielen nieder und beteten an den, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Offb 7,12 und sprachen: Amen! Lobpreisung und Ruhm und Weisheit und Dank und Ehre und Macht und Stärke sei unsrem Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Offb 10,6 und schwur bei dem, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist, und die Erde und was darauf ist, und das Meer und was darin ist: es wird keine Zeit mehr sein; Offb 11,15 Und der siebente Engel posaunte; da erschallten laute Stimmen im Himmel, die sprachen: Das Weltreich unsres Herrn und seines Gesalbten ist zustande gekommen, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit! Offb 14,11 Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit; und keine Ruhe haben Tag und Nacht, die das Tier und sein Bild anbeten, und wer das Malzeichen seines Namens annimmt! Offb 15,7 Und eines der vier lebendigen Wesen gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen voll vom Zorn Gottes, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Offb 19,3 Und abermals sprachen sie: Halleluja! Und ihr Rauch steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit! Offb 20,10 Und der Teufel, der sie verführte, wurde in den Feuer- und Schwefelsee geworfen, wo auch das Tier ist und der falsche Prophet, und sie werden gepeinigt werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Offb 22,5 Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedürfen auch nicht des Lichtes eines Leuchters, noch des Sonnenscheines; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Kurzes Schlussfazit
Wir haben hier bewusst darauf verzichtet uns in die sonstige Symbolik der Apokalypse hineinzubegeben. Denn nach unserer Einschätzung kommt es bei dem ganzen Offenbarungsbuch nur darauf an, dass der große Rahmen verstanden wird. Einzelheiten in der Symbolik - wie etwa die sternenumrandete Himmelsfrau - sind vernachlässigbare Details, die für das Verstehen der Apokalypse nicht wirklich wichtig sind, außer eben für Spezialisten vom Fach. Doch die rätseln heute immer noch, ohne eine Chance auf Fortschritt. Für sie ist die Offenbarung selbst ein Buch mit sieben Siegeln, zu dem sie keinen Zugang finden. Zum einen entstammen die Symbole der uns zum Großteil fremd gewordenen antiken Gedanken- und Realwelt - wie etwa die apokalyptischen Reiter, oder die Engel mit ihren Posaunen -, zum anderen besitzt man keine Kenntnis, worauf die Symbole konkret anzuwenden wären. Wüsste man dies, so würde man die Existenzgründe kennen. Da man die nicht kennt, kann es ergo auch keinen Zugang zu den die Existenz betreffenden Offenbarungssymbolen geben. Aber zum Glück gibt es da den Autor dieser Zeilen, welcher in der Lage ist, aufgrund seines einstigen Erreichens der Welt- und Selbstschnittstelle und als Exekutor dortigen Geschehens seine Aussagen zu machen. Die Thematik ist nicht einfach, und fordert daher vom Leser ein Einlesen mit viel Geduld und wiederholtem Nachdenken. Je mehr und länger man sich mit den Darlegungen befasst, desto schneller und intensiver kann sich da ein geistiger Nachvollzug einstellen. Dazu wünschen wir allen mit diesen Zeilen Befassten viel Glück und Erfolg!
Anhand folgenden Beispiels soll dies einmal deutlich werden. Die im Zusammenhang mit der mysteriösen Himmelsfrau auftauchende Zahlenangabe von 1260 Tagen bedeutet nur, dass es für den Ablauf der apokalyptischen Ereignisse ein vorbestimmtes Zeitmaß gibt. Aber nicht, dass das Zeitmaß tatsächlich 1260 Tage sind. Alle Zeitangaben in Bibel und damit auch der Apokalypse sind in dieser Weise als reines Symbol zu verstehen. Symbole haben zwar einen realen Bezug, bilden aber nicht die Wirklichkeit 1 : 1 ab. Denn die neue Ewigkeitsschöpfung und ihre Bedrohtheit, um die es in der Apokalypse ausschließlich geht, die ist ein geistseelisches spirituelles Ereignis universal-kosmischen Ausmaßes, hervorgebracht durch das die Zeitwelt abschließende Lamm. Weil Hervorbringung von Neuem in einer Art Geburt immer als weiblich definiert wird, ist das Lamm zugleich auch die Himmelsfrau, wobei Sonne, Mond und Sterne auf die Universalität des Ereignisses der neuen Schöpfung als neues Universum der Ewigkeit unter der Herrschaft des Lamms verweisen. Die Zeitwelt versucht dabei als alter Satan ihr mit dem Zeitende verknüpftes Aus im Kampf gegen das die Ewigkeit bringende Lamm zu verhindern, kann sich aber gegen das den Kosmos verkörpernde Lamm nicht behaupten.
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I. Internet-Links
Maria von Nazareth Die Evolution Die Apokalypse
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